Singapore – Zu heiß und von oben

Leider muss man irgendwann aus den Hotels auschecken. Nach nur vier Stunden Schlaf laufen wir auf der Suche nach Kaffee ziemlich verpeilt durch Singapur, währenddessen mich auf Grund von Elektrolytemangel ein Heißhunger auf salzige Suppe übermannt. Während ich meine mit Meeresfrüchten versetzte Ramensuppe schlürfe, machen sich auch Gregor und Anne bemerkbar und kündigen den Treffpunkt an. Gleichzeitig bekommen wir Nachricht aus Bali, dass unsere drei Freunde, die wir abends dort treffen wollen, uns bereits einen Transport zum Flughafen organisiert haben. Für Planlosigkeit ziemlich erfolgreich machen wir uns auf zum singapurischen Pendent des London Eye. Da es viel zu heiß ist und unser Stadtplan die neueste Metrolinie nicht beinhaltet, laufen wir fast zwei Kilometer unteriridisch durch eine Mall nach der anderen zum Riesenrad.

Trotz klarer Sicht kann man nicht wie angekündigt über ganz Singapore hinweg blicken, doch von oben wird deutlich, wie viel Land bereits zur Erweiterung aufgeschüttet worden ist und die zahlreichen Baustellen zeugen von noch mehr solcher ambitionierten Pläne wie dem Casino. Außerdem fällt uns auf, dass die bisher gedachte Routenführung der Formel-1-Strecke in einer Sackgasse enden muss, was wir nach dem Aussteigen zu Fuß in unserer Vorstellung korrigieren. Die eigens für die erste Jugendolympiade aufgestellte Tribünen hat gar keinen Nutzen für das seit drei Jahren manifestierte Autorennen, was wieder einmal zeigt, mit welchem Reichtum dieses Land gesegnet ist.

Schließlich ist es Zeit für Abschied und für uns geht es weiter nach Bali. Wir sind sehr froh, dass wir uns nachts um zehn nicht erst nach einer Transportmöglichkeit in die nächstgrößere Stadt kümmern müssen, sondern aus dem Ankunftsbereich kommend ein Schild mit unseren Namen finden. Auch wenn die uns geschickte Klapperkiste kaum zu glauben doch mehr als 40 Kilometer pro Stunde fährt, haben wir einen sehr freundlichen Fahrer, der uns gemütlich und sicher in Ubud in seinem Hotel bei unseren Freunden abliefert. Große Wiedersehensfreude gepaart mit vielen erlebten Geschichten läuten bei uns nun die letzte Station der Reise ein.

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