Tauchtag 5

Blind Reef (West)

Letzter Tauchtag… Noch wollen wir uns nicht wirklich mit dem Gedanken auseinandersetzen und freuen uns noch mal richtig auf die nächsten zwei Tauchgänge. Der Wind macht heute Pause, so dass die Schattenplätze sich höherer Beliebtheit erfreuen. Auch wenn das „Blinde Riff“ sich oft nicht finden lässt, für unseren Kapitän war es ein Leichtes. Für Caro hingegen wird die Steilwand, die schnell auf 30 m geht eher eine Herausforderung werden. Wir starten auf der Südseite des Riffs, wo gleich der erste spannende Block mehrere Rotfeuerfische beherbergt. Sehr schnell findet Caro einen Blaupunktrochen und die großen Thunfische in der Ferne lassen den ein oder anderen im Glauben, einen Hai gesichtet zu haben. Während Pascal sich das Riff genauer anschaut, zieht es Caro immer weiter am Riff entlang auf der Suche nach was Spannendem. Völlig hin und her gerissen bleibt Mia einfach zwischen den beiden beim Versuch, die Gruppe nicht völlig zu entzerren. Wir schließen schnell auf die erste Gruppe auf, die sich auf dem Plateau am westlichen Ende des Riffs näher umschaut.

Eine Tiefe, die für uns nicht erreichbar ist, und so schauen wir uns weiter die Steilwand an. Die Nordseite sieht kaum Sonne, so dass wir in gutem Abstand zur ersten Gruppe ebenso umkehren und uns so viel Zeit lassen, dass die zweite Gruppe uns einholt. Wir tauchen gemütlich zurück und stellen am Reinsprungpunkt fest, dass das Boot nicht mehr da ist und die Strömung ganz schön zugenommen hat. Wir beginnen, dem Seil mit Sicherheitsstopp zu folgen und hören schon unseren Guide heftig rasseln, der uns dazu auffordert, möglichst zügig zum langsam erkennbaren Boot weiter draußen zu bewegen. Etwas abgekämpft erreichen wir das Boot und klettern mit Freude an Bord.

Siyul Saghira

Ein letztes Mal genießen wir das leckere Mittagessen an Bord, bevor es weiter zum letzten Tauchplatz geht. Wir legen an einer großen Lagune an, die von Bord aus schon seichte Tiefen und schöne Ausblicke verspricht. Leider ist es auf der Oberfläche etwas wellig, so dass das Boot noch mal vertäut werden muss. Nach kurzem Briefing springen wir wieder zu dritt zwischen den beiden Gruppen rein und werden für die Mühen am Vormittag entlohnt. Auf etwa 11 m Tiefe breitet sich unter uns ein weitläufiger Korallengarten aus, der dazu einlädt, einfach zu verweilen und zu suchen und zu beobachten. Wir arbeiten uns langsam mit dem Riff auf der linken Seite entlang und genießen die Fischvielfalt. Jeder entdeckt für sich seine bevorzugten Schauplätze und Artisten wie unzählige Rotfeuerfische, Igelfische, Wimpelfische, große Kofferfische, kleine Napoleone und große Fischschwärme. Bei der Gehirnkoralle machen wir kehrt und betauchen das Riff selbst. Gleich zu Beginn begutachten auch wir die Spanische Tänzerin, die die Gruppe vor uns schon entdeckt hat. Caro tariert sich auf 6-7 m exzellent aus, während Pascal beim Anblick der Fischschwärme seine Tarierung total unter Kontrolle hat. Derweil versucht Mia wie ein Fisch zwischen den Korallen möglichst nah dran zu tauchen und entdeckt dann endlich ihren eigenen Drachenfisch. Der hat sich ziemlich gut getarnt und war auch schnell wieder aus den Augen verloren, als die Strömung sie leicht weiterzog. Schließlich verabschiedet sich jeder mit einem sehnsüchtigen Blick aufs Riff von diesem wunderschönen Tauchgang…

Da die Rückfahrt wieder windstill, heiß und gechillt ist, landet Mia auf der Suche nach einem schönen Sonnenplätzchen wieder im Steuerstand. Diesmal überlässt der Kapitän ihr komplett das Steuerrad mit der Aufforderung, uns an den sicheren Hafen zu bringen. Caro stößt schon bald dazu, wir machen ein paar schöne Fotos und just in diesem Moment erscheint Mia die Oberfläche vorm Boot nicht wie eine Welle. Es sind tatsächlich Delphine, die kurz Luft holen. Alle sind total aufgeregt und halten noch einmal Ausschau nach den grauen Säugetieren. Und tatsächlich, noch ein kurzes Mal dürfen wir uns ob ihrer Anwesenheit erfreuen. Der Sonne entgegen steuert Mia auf die drei Palmen unseres Hafens zu. Auf das Anlegen verzichtet sie jedoch und so geht beim Abschied von jedem einzelnen der Besatzung unsere Woche Tauchurlaub im Roten Meer zu Ende.

 

An der Basis tauschen wir mit Angi und Jürgen noch einmal Fotos und Kontakte aus. Angi hat auch auf Mias Bitte meisterhaft das AMG-Logo unter lebensbedrohlichem Einsatz in diversen Posen auch mit Rotfeuerfisch unter Wasser fotografiert. Wir kaufen uns in bar bei Blue Brothers Diving frei und als alle uns bekannten Taucher weg sind, machen auch wir uns auf, uns salonfähig zu machen.

Bevor wir uns dem Abendessen widmen schauen wir in unserem Beduinenzelt vorbei, da wir keinen Tee wollen schickt er uns erst mal in Ruhe essen. Na gut, dann aber. Und so machen wir beim vierten Anlauf unsere Wüstensafari für den nächsten Tag fest und schauen so lange dem Amateur-Fakir der Abendunterhaltung zu bis Mia allergisch auf irgendein Kraut in diesem Zelt reagiert. In der Peanuts-Bar gewinnt Caro die Bohnenschlacht, bevor wir uns zum Schlafen legen und diesmal den Wecker auf deutlich später stellen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Best Juicer (Freitag, 12 April 2013 12:34)

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