Porto Mari - karibische Bucht

Heute fahren wir das erste Mal richtig raus. Sechs Flaschen Luft, sechs Liter Wasser, etwas Proviant, komplettes Equipment - und los. Wir kämpfen uns durch das wuselige Willemstad auf die beängstigend hohe Brücke, um die Straße in den Westen zu nehmen. Wir bestaunen Häuser, Straßen, Fahrstile, freuen uns über gute Beschilderungen und weichen gekonnt einer von hinten vollbremsenden Limousine trotz stehendem Pick-up vor uns aus, als wegen einem 

von links mit Blaulicht ankommenden Krankenwagen alles spontan zum Stehen kommt. Puh - Glück gehabt, ich hatte schon 'wird wohl nix mit Tauchen heute' in Gedanken.

Die Straßen werden immer kleiner und enger, aber: sie bleiben geteert. Erstaunlicherweise bleiben wir von jeglichen Shotterpisten verschont und kommen wirklich gut vorwärts. Erste Autotourattraktion: Flamingo Area. An einer Stelle im auf der Insel hat sich doch tatsächlich ein Salzwassersee gebildet, wo einige Flamingos ihre Heimat gefunden haben. Weiter geht es vorbei an Kakteenalleen bis wir vor den Toren der abgelegenen Bucht stehen, die natürlich auch super befestigt ist. Links und rechts huschen in regelmäßigen Abständen armlange Leguane, die leider sehr fotoscheu sind.

Porto Marie - The Valley

Bewachter Parkplatz, kleiner Eintritt, heute gönnen wir uns sogar Liegestühle und keine Weile später schlappen wir aufgerödelt zum Strand. Auf dem Weg dahin kommen wir an einer Tauschule vorbei, wo mich ein Staffi freundlich darauf hinweist, dass ich noch meine Brille aufhabe :D. In dem Zug befragen wir ihn gleich nach Tipps für den Tauchplatz.

Zwischen den Liegestühlen durch ins sehr lang seichte aber unglaublich türkisfarbene Wasser bis zur Kante. Uns wird etwas übel, bis wir endlich abtauchen können und vor den Wellen verschont bleiben. Doch es erwartet uns das namensgebende Tal, in das wir immer tiefer tauchen, während zur linken und zur rechten die aufragenden Riffe sehr vielversprechend sind. Es wird sogar noch besser. Auf 17m stehen wir vor einer dunkelblauen Wand und wenden uns nach links, um das Riff vom Fuß an zu begutachten. Wir sind beide völlig überladen vor lauter Artenreichtum und wissen gar nicht, was wir zuerst anschauen sollen. Daher arbeiten wir uns gemütlich vor und sind einfach die glücklichsten Taucher der Welt.

Nach einem kleinen Sonnenbad unter den Palmen der karibischen Sonne in unserer malerischen Bucht wenden wir uns nun dem rechten Riff. Hier ist der dichte Korallengarten auf 12 - 15m sehr eben und beherbergt unzählige Schwärme unzähliger Größe, zwischen welchen wir unseren Spaß haben. Beim Blick ins Blauwasser auf der Suche nach Attraktionen ziehen zwei große Tarpune an uns vorbei und zufällig entdecke ich auch wieder einen Igelfisch im Wasser schweben. Wir sind beide sehr traurig, als uns unsere Computer ankündigen, dass Zeit zum Umkehren ist und beschließen beide erst für sich, dass wir auf jeden Fall wieder hierherkommen werden. Beim Loggen sind wir uns sicher: wir kommen wieder.

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