Bootstag

Mushroom Forest
Mushroom Forest

Für heute haben wir uns einen Bootstauchgang gebucht, denn: es geht zum einzigartigen Mushroom Forest. Da man diesen nicht von Land aus erreicht, lassen wir uns hierfür einfach einfach hinshippern. 

Pünktlich um acht besteigen wir das sehr einfach gehaltene Boot. Unten Flaschen und Sitzbereich, die dry area ist ein Metallgestell in der überdachten Mitte, oben der Kapitän und noch mehr Sitzbänke. Aber wir wollen ja nur tauchen und haben den Luxus im Hotel, daher ist es egal. Mit einem Zwischenstopp im Hilton um noch mehr Taucher einzuladen geht es ziemlich direkt geradeaus in etwa einer Stunde zum Tauchplatz. Dort wird nicht lange getrödelt. Kaum ist das Boot angetäut sind wir schon alle im Wasser.

Mushroom Forest

Und der Name verspricht nicht zu viel. Wer bereits Bilder hiervon gesehen hat, ist überwältigt wie großflächig dieses besondere Korallenriff ist. Beim Anblick eröffnet sich einem in alle Richtungen ein Wald aus pilzförmigen Formationen in verschiedensten Größen und Ausprägungen. Kein Wunder, dass sich hier so einiges findet. Bietet es doch sehr guten Schutz und Wohnmöglichkeiten aller Art für eine schöne Heimat. Ich freue mich erst über den Fund einer häufig vorkommenden schwarzen Muräne mit weißen Punkten, als mir zufällig der Schwanz einer grünen Muräne ins Auge sticht, die im Durchmesser so dick ist wie mein Oberschenkel. Während wir gemächlich über die Pilze gleiten kann man wirklich einiges entdecken: Schnecken, Steinfische, Rotfeuerfische, kleine Garnelen in knallig rot oder blau, noch mehr schwarze Muränen mit weißen Punkten.

Der Garten scheint kein Ende zu nehmen, doch leider wird es Zeit zum Aufstieg. Wir tauchen weiter Richtung Ufer, um unseren 5m-Stopp in "The Cave" zu machen. Eine Höhle, die auch für Schnorchler mit dem Paddelboot erreichbar ist und mehrere große Schwärme verschiedener Fische beherbergt.

Zurück auf dem Boot gibt es erst mal einen kurzen Snack und es geht weiter zum nächsten Spot.

Porto Mari

Leider kennen wir diesen Tauchplatz ja schon. Aber vielleicht entdeckt unser Guide ja mehr als wir und außerdem ist das Riff ja riesig. Hopps - und ab auf 20m. Die Sonne scheint heute unbewölkt, so dass wir selbst in der Tiefe noch wunderbares Licht und vor allem Farben haben. Mittlerweile kann ich mich endlich auch auf die Mikrotierchen konzentrieren und suche akribisch die Korallen ab. Noch mehr kleine bunte Garnelen, Nacktschneckchen, eine große Spiralmuschel, Steinfische, eine kleine weiße Muräne mit schwarzen Punkten, jede Menge interessante Weichkorallen (wie im Fernsehen :D)...

Ich beschließe bei diesem Tauchgang, als nächstes in eine gescheite Unterwasserkamera zu investieren. 

Auf dem Boot gibt es dann erst Sandwiches und Obst bevor wir nach einem langen Tag die Heimreise antreten. Übermütig und voller Euphorie meine Schaukelpanik im Griff zu haben, setze ich mich aufs obere Deck in die Sonne. Natürlich ohne mich einzuschmieren. Aber wie gut, dass im Wasser ja alles Gerödel schwerelos ist....

Kommentar schreiben

Kommentare: 0