Näherer Süden - 40er Tauchplätze

Hilma Hooker (Nr. 45)

Heute fahren wir Richtung Süden, wo einige Tauchplätze wieder direkt mit dem Auto anfahrbar sind. Die Küste besteht aus weißen Korallenskeletten, die auch unser kleiner Yaris gut meistert.

Der erste Tauchplatz führt uns an ein gesunkenes riesiges Schiffswrack. Da wir beide so seekrank werden, müssen wir zu den Markierungsbojen hinnavigieren. Die Schraube liegt auf ca. 16m, das Wrack auf der Seite und der Grund auf etwa 30m.

Wir umrunden das riesige Schiff, das Heim von zwei einen Meter langen Tarpunen ist, während auf dem Grund zwei mächtige Barrakudas rumstreunen. Wir haben zwar eine gute Lampe dabei, aber leider ist sie nicht stark genug für die Erkundung des Innenlebens und manchem ist das auch nicht Geheuer.

Am Ausstieg werden wir mit einem sehr fotogenen Barrakuda belohnt.

Angel City (Nr. 46)

Wir müssen bloß fünfhundert Meter weiter fahren und gelangen schon an den nächsten Tauchplatz. Ankommen, Einstieg besichtigen, Boje anpeilen, Tauchgang planen, Ausrüstung zusammenbauen und dann noch mal viel trinken und einen Heckenstopp machen. Dafür können wir uns seeeehr viel Zeit lassen, da unsere Oberflächenpausen viel zu kurz ausfallen. Bei der Gelegenheit sortiere ich meinen Weihnachtsbaum um (aka Jacket mit Lampe, Boje und Reel, Shaker, Tütchen mit AMG-Plaketten, Aquamed und Marine Park batch), denn jetzt übernehme ich auch noch den Kompass.

Wir wollen auf jeden Fall das Doppelriff errreichen, was auf Curacao nur bedingt gelungen ist. Die Boje treffen wir mit Kompass schon mal gut. Jetzt noch sicher den Kurs bis zum nächsten Riff halten, damit wir auch wieder einstiegsnah aussteigen können. Die Suche entpuppt sich als viel leichter als erwartet. Man kann leicht sowohl den sandigen Grund (ca. 20m) als auch das zweite Riff (höchster Punkt auf 12m) vom ersten aus sehen. Wir wenden uns nach links und gelangen in eine Sackgasse, die wie eine Kinderstube für Muränen wirkt und super Spielplatz für uns zwei zum Ausleuchten und Fotografieren ist. Leider müssen wir viel zu bald wieder zurück, navigieren uns aber bis direkt hinters Auto.

Alice in Wonderland (Nr. 47)

Nachdem mir ein netter Brasilianer, unter lautem Jubel seiner bereits im Wasser wartenden Buddies, den O-Ring meiner Flasche ausgetauscht hat, versuchen wir das Doppelriff etwas weiter südlich zu erkunden. Wir werden auch ganz leicht fündig, allerdings liegt das alles ja ganz schön tief! Wir bleiben auf 18m und übertauchen den auch hier sandigen Grund und hoffen, dass das zweite Riff irgendwann wie eine Bergspitze auf uns zukommt. Doch irgendwie scheint es hier nicht mehr flacher zu werden. Wir brechen das Unterfangen ab, da wir heute definitiv nicht mehr auf dreißig Meter runter können und kehren um.

Wir nehmen uns einfach das erste Riff nach üblicher Manier vor: gegen die Strömung auf mäßiger Tiefe. Plötzlich wird es Claudia kalt und so navigieren wir einfach gemütlich wieder zurück in unseren Kofferraum :).

 

Es ist noch mitten am Nachmittag, also fahren wir noch die Bucht Lac an, welche einen großen Mangrovenwald beherbergt und spitzenklasse zum windsurfen ist. Diese Bucht ist nicht nur wegen dem Mangrovenwald ein Schutzgebiet, sondern hier wächst auch wertvolles Seegras, Filter für Wasser und Nahrung für Hawksbill und Grüne Schildkröten. Diese Grünflächen werden einfach abgesteckt und drumherum darf man dann rumsurfen.

Trotz Ausladen und Duschen ist es immer noch früher Abend, so dass wir den Supermarktbesuch um einen Ausflug auf den höchsten Punkt der Insel erweitern. Ganze 123m braucht es dabei bloß, um die komplette Insel zu überblicken.

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