Vom letzten Tauchgang und am Pool liegen

Heute kommt jeder zu seiner Wunschvorstellung des Tages. Claudi legt sich den kompletten Tag an den Pool und ich darf auf der Insel rumstreunen. Bei der Gelegenheit mache ich schon mal das Auto abgabefertig. Zeug raus, hochklappen, etwas abstauben und natürlich volltanken. Die Dame im Bezahlhäuschen möchte wissen, welchen Betrag ich einzahlen möchte. Woher soll ich denn ahnen, was das Auto für einen Tank hat. Freundlicherweise kriege ich aber die Freischlatung, dass ich volltanken kann. Nur cash - klar, ich muss doch mein Bargeld loswerden. Ich hatte bei der Übergabe nur 7/8 voll, tatsächlich füllt sich der Tank nach dem automatischen Stopper nur bis dahin.

Das erste mal betrete ich die Innenstadt zu Fuß. Wirklich schön, wie bunt die Fassaden alle bemalt sind. Die geben sich hier deutlich mehr Mühe als in Curacao, ihr Stadtbild schön zu halten. Ein bisschen hat es was von Disneyland, die vielen kleinen Lädchen (jedes dritte natürlich Souvenir oder Schmuck), die farbenfrohen Wände und Säulen. Auf der Strandpromenade kann man auf der einen Seite die Yachten bestaunen, auf der anderen Seite sich überlegen, welches Restaurant einen am meisten anspricht.

Ich nehme ein simples Lokal, wo ich ein sehr leckeres Hühnchensandwich mit Pommes verspeise, wobei die Pommes aus in der Küche geschnitzten Kartoffeln bestehen. Wieder freue ich mich über die überaus gastfreundliche Art der Menschen hier. Keiner würde dir anmerken lassen, dass er grad einen schlechten Tag hat.
Nach dem üppigen Mittagessen muss ich auch schon los meine bereits ins Zimmer zum Trocknen gebrachten Tauchsachen wieder zum Tauchcenter zu tragen. Spontan habe ich entschieden, doch noch auf das Nachmittagsboot zu springen und einen letzten Tauchgang zu machen. Zusammen mit zwei Holländern und einem Ami fährt uns der lokale Bootsführer samt holländischem Guide nach Klein Bonaire. Wir benötigen mehrere Anläufe bis uns ein Spot wirklich gut genug ist. Genau auf der gegenüberliegenden Seite vom Festland aus werden wir dann fündig.

Sharon's Serenity (Nr. R)

Kaum sind wir unten stockt mir schon der Atem. Das ist ja wahnsinnig schön! Das Riff fällt nur sehr sehr langsam ab und darauf hat sich dicht an dicht alles mögliche an Korallen zum Wachsen und Gedeihen angesiedelt. Ich bin völlig perplex und weiß überhaupt nicht, was ich genau anschauen soll oder wo ich anfange. Letztlich lasse ich mich einfach treiben und genieße die volle Farbenpracht. Denn selbst auf 18m scheint die Sonne noch mit fast allen Wellenlängen drauf. Es wuselt nur vor lauter Fischen und Schwärmen, ein wirklich reges Treiben. Unser Guide ist ausgebildeter Rotfeuerfischjäger, so dass ich auch mal die Ehre hatte, ihm eins anzeigen zu dürfen. Leider hat er es verfehlt. Aber die anderen beiden, die er dann mit seiner Harpune gefangen hat, wurden mit Freude von den Gelbschwanz-Schnappern verspeist. Beim Ausstieg entdecke ich noch zwei sehr schöne helle Muränen mit braunem Muster und der Guide zeigt uns einen sehr gut versteckten Krebs.

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